Das Fleischerhandwerk in der Region stellt sich für die Zukunft neu auf.

Die bisher selbständigen Fleischer-Innungen aus den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg haben sich zur Fleischerinnung Böblingen-Ludwigsburg zusammengeschlossen. Der neue Obermeister der fusionierten Innung ist der seitherige Obermeister von Ludwigsburg Wolfgang Herbst aus Besigheim, und als seine künftigen Stellvertreter agieren der seitherige Obermeister von Böblingen Matthias Scherer aus Renningen und Oliver Häcker aus Sachsenheim. 70 Metzgereien und deren Filialen gehören der fusionierten Innung freiwillig an. Der Sitz der Innung ist im Landkreis Böblingen.

 

Von oben links nach unten rechts: Obermeister Wolfgang Herbst, Geschäftsführer Josef Hecht, stv. Obermeister Oliver Häcker, stv. Kreishandwerksmeister Hartmut Nietsch, Geschäftsführer Thomas Wagner, stv. Obermeister Matthias Scherer, Kreishandwerksmeister Wolfgang Gastel

Ein Strukturwandel im Fleischerhandwerk und immer größere Nachwuchssorgen – da muss und will die Branche ihre Kräfte auch auf regionaler Ebene bündeln – so das Vorstandsteam der neuen Innung. Der Kreishandwerksmeister Wolfgang Gastel, sein Stellvertreter Hartmut Nietsch und die beiden Geschäftsführer Josef Hecht vom Metzgereinkauf Böblingen e.G. und Thomas Wagner von der Kreishandwerkerschaft Böblingen gratulierten den anwesenden Vertretern der Unternehmen dann auch zu ihrem „zukunftsorientierten“ Beschluss und den Ehrenamtsträgern zu dem tollen Wahlergebnis – denn alle wurden ohne Gegenstimmen gewählt. Das neue Vorstandsteam wird durch den Lehrlingswart Hans-Jörg Schill aus Herrenberg, und die weiteren Vorstandsmitglieder Max Klink aus Jettingen, Moritz Kori aus Oberstenfeld, Thomas Kegreiß aus Gültstein, Marc Leutz aus Ditzingen und Yannik Bäuerle-Schäufelin aus Hemmingen komplettiert.

Die fusionierte Innung möchte verstärkt daran arbeiten, die Wertigkeit des Lebensmittels Fleisch sowie der Wurstwaren in den Augen der Kunden weiter zu steigern. Aber – es steht auch die Intensivierung der Nachwuchswerbung und das Netzwerken unter Kollegen im Fokus. Diese Überzeugung einigte ausnahmslos alle die an der Gründungsversammlung am 13. Dezember 2021 und bei den Neuwahlen am 07. Februar 2022 teilgenommen haben.

Vor dem Fusionsbeschluss und der Verabschiedung der neuen Satzung hatten die beiden bisherigen Fleischerinnungen Böblingen und Ludwigsburg bereits im letzten Jahr in gesonderten Abstimmungen jeweils einstimmig dem Zusammenschluss frühzeitig zugestimmt. Somit konnte zum 01. Januar 2022 die neue Innung an den Start gehen. Auf dieser Basis könne und soll nun aufgebaut und die Fusion mit Leben erfüllt werden, um die Interessen des Berufsstandes des Fleischerhandwerks auch öffentlichkeitswirksam zu vertreten.