Im Mittelpunkt standen Themen, die unsere Betriebe täglich bewegen: eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung, die Entwicklung des Mindestlohns, die notwendige Gesundheitsreform sowie die zunehmenden Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme bei Auszubildenden. Aber auch die die Investitions- und Kapitalverlagarung ins Ausland, wo der Jahrestrend in Richtung 130 Milliarden zeigt war ein Thema. Kreishandwerksmeister Hartmut Nietsch und Geschäftsführer Thomas Wagner moderierten durch die Dialogveranstaltung und scheuten sich auch nicht vor neuralgischen Schmerzpunkten wie z.B. der jährlichen Unterfinanzierung von rund 12 Milliarden Euro bei der Versorgung von Grundsicherungsbeziehenden und die damit verbundenen Kosten die weiterhin den Arbeitnehmern und Arbeitgebern aufgebürdet werden. Hier verfehlt die Gesundheitsreform ihr Ziel, was den Faktor Arbeit nach wie vor verteuert.
Im Zuge der Dialogveranstaltung wurde deutlich: Es ist nicht mehr fünf vor zwölf – sondern es ist längst zwölf. Das Handwerk braucht jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Belastungen und politische Entscheidungen, die unternehmerisches Handeln wieder ermöglichen.
Als sichtbaren Arbeitsauftrag erhielten beide Abgeordneten einen gravierten Backstein für Berlin:
"Die Politik sollte das Fundament formen, auf dem das Handwerk bauen kann. Ein schweres Gewicht für eine große Verantwortung.“
Vielen Dank an Marc Biadacz und Jasmina Hostert für den offenen und ehrlichen Austausch, sowie dem Obermeister der Elektro-Innung Holger Ort, dem stv. Obermeister der Bau-Innung Maik Waidelcih und dem Geschäftsführer Personal Jörg Veit der EB-Gruppe - als weitere Stimmen des Handwerks. Alle drei berichteten realitätsnah und unmissverständlich zur Thematik.
Jetzt kommt es darauf an, dass aus dem Dialog konkretes Handeln wird. Von Seiten der Kreishandwerkerschaft plant man schon heute eine Nauauflage der Veranstaltung - jedoch erst im Jahr 2027.
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