Handwerk trotz Corona-Pandemie mit positiver Ausbildungsbilanz

Mehr Jugendliche ergreifen handfeste Berufe - die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe in der Region Stuttgart ist trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin hoch. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt zum Ausbildungsstart am 1. September mit 3.702 um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Erfreulich ist auch die Zunahme der weiblichen Azubis sowie der Abiturienten, die den Karriereweg der dualen Ausbildung einschlagen. Zum Start des neuen Lehrjahres lässt sich abermals feststellen, dass eine Ausbildung im Handwerk das Fundament für eine sichere berufliche Zukunft ist und bleibt. „Daran hat auch Corona nichts geändert.“

Aktuell sind in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Region Stuttgart auch nach dem Start des Ausbildungsjahres am 1. September noch fast 300 freie Lehrstellen für einen der attraktiven Ausbildungsberufe im Handwerk gelistet. Das Handwerk setzt alles daran, im Zuge der Berufsorientierung weiterhin viele junge Menschen gezielt anzusprechen. Die Chancen für Jugendliche auf einen modernen und anspruchsvollen Ausbildungsplatz im Handwerk sind nach wie vor bestens.

Hoch im Kurs steht bei Abiturienten die praxisorientierte duale Ausbildung in einem Handwerksberuf, nachdem die Hochschulen pandemiebedingt auf Online-Studienangebote angewiesen waren. Das Plus an Azubis mit Abitur liegt bei 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die Zahl der Frauen, die im Handwerk den Berufseinstieg absolvieren, liegt mit 3,9 Prozent im Plus. Dagegen ging die Zahl der Berufsanfänger mit Migrationshintergrund um 3,7 Prozent zurück. 

Wichtig ist zu wissen, dass der Zug für dieses Ausbildungsjahr noch längst nicht abgefahren ist. Jede und jeder kann jetzt noch das Ticket in Richtung Zukunft lösen. „Der Einstieg in die Ausbildung kann auch im Herbst erfolgen – es gibt keine Schlussfrist für den Beginn einer Ausbildung“. Ein Ausbildungsverhältnis kann grundsätzlich jederzeit begonnen werden, wenn sich Betrieb und Auszubildende darüber einig sind.