Mehr Auszubildende im Handwerk - im Landkreis Böblingen verzeichnet man einen Zuwachs von 6,9%

Das Handwerk in Baden-Württemberg gewinnt im Jahr 2024 zunehmend junge Menschen für eine Ausbildung. Wie Handwerk BW mitteilt, wurden bis zum Stichtag 31. Oktober insgesamt 18.702 neue Ausbildungsverträge im Land Baden-Württemberg abgeschlossen – ein Anstieg um knapp ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig zeigt sich landesweit eine steigende Bereitschaft der Handwerksbetriebe, auszubilden. Laut einer aktuellen Umfrage planen 38 Prozent aller Betriebe, Auszubildende einzustellen oder tun dies bereits – ein deutlicher Zuwachs gegenüber 31 Prozent im Jahr 2022.

 

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Ausbildungsmarkt im Handwerk eine Herausforderung: Denn - nahezu jeder zweite Ausbildungsbetrieb konnte seine Lehrstellen nicht vollständig besetzen. Der Grund: fehlende oder nicht geeignete Bewerber. Besonders problematisch ist, dass 43 Prozent der Ausbildungsbetriebe Bewerber ablehnen mussten – häufig wegen mangelnder Motivation oder unzureichender Leistungsbereitschaft. „Es bleibt eine zentrale Aufgabe, sowohl die Attraktivität der Handwerksberufe weiter zu stärken als auch gezielt geeignete Bewerber zu fördern“, berichtete jüngst der Präsident von Handwerk BW - Rainer Reichhold.

Erfreulicherweise sieht die Situation im Landkreis Böblingen in diesem Jahr wesentlich besser aus als in den Vorjahren - so der Geschäftsführer Thomas Wagner. Mit einem satten Plus von 6,9% erfreut man sich über das Niveau bei den neuen Vertragsabschlüssen. Zu den Top-3-Berufen zählen in der Region Böblingen wie im Vorjahr die KFZ-Mechatroniker, die Anlagenmechaniker und die Elektroniker. Aber auch die Friseure, Maler, Zimmerer, Kaufleute für Büromanagement, Schreiner, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk und die Konditoren finden sich unter den derzeit zehn beliebtesten Handwerksberufen.

Quelle: Staatsanzeiger Baden-Württemberg, HWK der Region Stuttgart und die Kreishandwerkerschaft Böblingen.